Berichte/2012/Sissacher Fluh - LeonbergerClub Regio Mitte

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Berichte/2012/Sissacher Fluh

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21. Oktober 2012

Zelgli - Sissacher Fluh

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Wenn Leo-Ostler in den Westen fremdgehen


Herbst - Zeit für das Einholen der Ernte auf dem Feld, von den Bäumen, aber auch Zeit für schöne Wanderungen in farbig leuchtenden Wäldern.

Da kam uns die Einladung zur Leo-Wanderung, zugestellt von Doris Rhyner, gerade recht. Nur wir dachten bereits an die alljährliche Wanderung der Leo-Gruppe Ost mit Bruno Rickli und Team. Da belehrte uns die Glarnerin, dass es bei diesem Ausflug in den Westen der Schweiz gehe, ins Baselbiet.

Da sich das Wetter für den Sonntag von der freundlichen Seite abzuzeichnen begann, entschlossen wir uns zum "Fremdgehen" in die Regio Nordwest.

Hatten wir uns da zu früh gefreut? Nach der Abfahrt im sonnigen Stallikon, stachen wir schon bald in dichten Nebel über dem Limmattal. Doch nach dem ersten Tunnel Richtung Basel blinzelte uns die Sonne ins Auto und liess die Bedenken schwinden. Wohlgemut zuckelten wir nun durchs Fricktal Richtung Sissach und genossen die schöne Landschaft links und rechts der Autobahn. Noch grün und und teilweise bereits in sattem Rot grüssten die Rebberge auf der rechten Seite, während auf der linken Seite noch die Kühe die Weiden nach Gras absuchten. Nachdem wir das schöne, backsteinerne Bierschlösschen Rheinfelden passiert hatten, näherten wir uns dem Besammlungsort Sissach, wo beim Bahnhof bereits Barbara Bähler auf die Ankömmlinge wartete.

Als Barbara die Anmeldeliste vollständig abgehakt hatte, setzte sie sich mit ihrem Auto an die Spitze einer Autokolonne, die sich die gewundenen Kehren zum Ausgangs-Parkplatz hinauf schlich. Barabara wollte die Ausflügler zuerst auf ihren Hausberg führen, die Sissacherfluh.

Plaudernd machte sich die stattliche Schar auf, begleitet von zahlreichen Leonbergern, den Aussichtshügel zu erklimmen. Barbara erzählte uns auch die geschichtlichen Hintergründe der Ruinen, die auf dem Hochplateau aus dem Gras ragen. Sie markieren den Standort eines ehemaligen Hochwachthäuschens, das zum eidgenössischen Warn- und Meldesystem des 17./18. Jh. gehörte.

Aber schon bald mussten wir uns von der tollen Aussichtsterasse trennen und am verlockenden Bergrestaurant vorbei den Rückweg antreten. Nur die Leos konnten ihren Durst stillen und die Hundeführer trollten sich wieder zu den Autos zurück.

Nach einer kurzen Fahrt parkierten wir die Autos vor dem Hundeausbildungsplatz von Sissach. Dann gings wieder recht "stotzig" hinauf zum Weingut Zelglihof. Wie ein langer Tatzelwurm aus Menschen und Leonbergern schlängelten sich die Ausflügler dem Ziel entgegen. Unter- brochen an einem Brunnen, wo sich vor allem unsere Hunde vergnügten, badeten, tranken und bewundernd zuguckten, bis die Karawane gemächlich weiterzog .

Dank der gemächlichen Gangart schafften Jung und "Ältere" die Wegstrecke ungefährdet. Entlang von weidenden Kühen, die unsere Leos neugierig beäugten und bereits abgeernteten Reben erreichten wir den Gasthof.

Bei warmen Sonnenstrahlen konnten wir unsere Rast im Freien unter einem schattenspendenden Zelt geniessen. Kurze Zeit nach der Bestellungsrunde verstummten die Gespräche, denn der zu stillende Hunger forderte seinen Tribut. Nach dem gluschtigen Teller, garniert mit Trockenwurst und Käse und anschliessendem Dessert mit Kaffee blieb genügend Zeit, um sich an den verschiedenen Tischen über Gott und die Welt und unsere Leos zu unterhalten. Auch ein Glas des köstlichen Weins aus den heimischen Reben durfte nicht fehlen.

Aber schon bald machte sich der Stalldrang breit und die Gruppe machte sich gemütlich plaudernd auf den Weg zurück.

Gut gelaunt und vom schönen Tag begeistert, dankten wir den Veranstaltern der Gruppe NW um BB und wünschten allen eine gute Heimkehr.

Dieter Baumgartner

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